Vogelschutznetze – die effektivste Methode zur Schadensverhinderung 24.08.2015 13:52

Vogelschutznetze werden hauptsächlich im Obst- und Weinbau eingesetzt, um sogenannte „Schadvögel“ von den Früchten fern zu halten und so den Ernteertrag zu steigern.

Im Obst- und Weinbau ist der Star der am meisten gefürchtete „Schadvogel“, gefolgt von der Amsel und der Wacholderdrossel. Im Obstbau sind auch die Rabenkrähe und der Eichelhäher nicht gern gesehen. Der Gemüsebauer mag weder die Ringeltaube noch die Rabenkrähe, der Landwirt ärgert sich zusätzlich über die Elster, die sein Silofolien aufpickt und die Silage verkotet.

Wenn diese Vögel in Scharen auftauchen, können erhebliche Schäden entstehen. Zur Abwehr dieser Tiere werden verschiedene Abwehrmaßnahmen – aktive und passive – angewendet. In Weinbergen oftmals durch pyrotechnische Knalleffekte oder den „Wingertschütz“ (menschliche Vogelscheuche), aber auch optische Methoden, wie z.B. das Aufstellen oder Aufhängen von Fressfeind-Attrappen oder die Abwehr mittels Ultraschallgeräten sind gang und gäbe. Je nach Art der abzuwehrenden Vögel werden auch Gifte verwendet, Fallen aufgestellt oder gar die Schrotflinte eingesetzt. Doch nicht alles ist immer und überall erlaubt. So gibt es verschiedene gesetzliche Auflagen, die das „Vergrämen“ von Vögeln und den Einsatz der verschiedenen Abwehrmaßnahmen in der Landwirtschaft regeln. Berücksichtigt werden müssen insbesondere das Naturschutz- und das Jagdgesetz, die den Schutz wildlebender Tiere regeln, oder das Pflanzenschutzgesetz, das Umweltschutzauflagen und/oder immissionsschutzrechtliche Vorgaben beim Einsatz chemischer und/oder technischer Abwehrmaßnahmen enthält.

Eine der effektivsten Methoden zur Schadensverhinderung wegen Fraßschäden durch Vögel ist das Einnetzen der zu schützenden Kulturen mit Vogelschutznetzen, oder als Rundumschutz das Überspannen ganzer Plantagen mit zusätzlichem Anbringen seitlicher Netze. Für das Überspannen werden in der Regel keine Vogelschutznetze sondern Hagelschutznetze (Hagelnetze) verwendet, die die Kulturen gleichzeitig vor Unwetterschäden (insbesondere Hagelschäden) schützen. Beim Einsatz von Hagelschutznetzen beachten Sie bitte unseren Beitrag „Hagelnetze (Hagelschutznetze) gefragt wie nie zuvor“.

Werden die Weinreben oder Obstbäume (überwiegend Kirschbäume) mit Vogelschutznetzen eingenetzt, so sollte das möglichst schon im frühen Reifestadium erfolgen. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Maschenweite der eingesetzten Vogelschutznetze 25 x 25 mm nicht überschreiten. Großmaschige Netze (30 mm und mehr) können von Kleinvogelarten wie z.B. Blaumeise, Kohlmeise und Laubsänger durchdrungen werden. Dabei können sie sich verfangen (hängen bleiben) und/oder strangulieren und somit verenden. Weiterhin sollte gewährleistet sein, dass die Netze im unteren Bereich fest verschlossen sind. Somit wird das Eindringen insbesondere von Amseln und Wacholderdrosseln verhindert. Auch sollte beim Ausbringen der Netze darauf geachtet werden, dass diese keine Löcher aufweisen, da diese ebenfalls das Eindringen von kleinen Vögeln ermöglichen, die dann nicht mehr hinausfinden und verenden. Damit sich auch keine Kleinsäuger wie z.B. Mäuse oder Igel in dem Netz verfangen können, sollte ein Mindestabstand von ca. 0,5 Metern vom Boden eingehalten werden.

Wir bieten Vogelschutznetze mit 13 mm und 25 mm Maschenweite als Rollenware in verschiedenen Breiten und bis zu 100 m Länge an. Das Vogelschutznetz mit 30 mm Maschenweite kommt in der Regel an Gebäuden zum Schutz gegen Tauben zum Einsatz. Dieses Netz ist von 2 m bis 16 m Breite als Meterware in unserem Shop erhältlich.