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Bereits im Jahr 1835 hat der französische Chemiker Henri Victor Regnault Vinylchlorid hergestellt. Dabei bemerkte er, dass sich daraus bei längerer Einwirkung von Sonnenlicht ein weißes Pulver, nämlich Polyvinylchlorid (PVC), bildete. Die Bedeutung seiner Entdeckung konnte Regnault damals noch nicht erkennen.

Die Forschungen des deutschen Chemikers Fritz Klatte führten in Jahr 1912 zur Synthese von Vinylchlorid aus Acetylen und Chlorwasserstoff. Das war die eigentliche Geburtsstunde von PVC.

Die Rohstoffknappheit während und nach dem ersten Weltkrieg verstärkte die Anstrengungen, teure Rohstoffe durch PVC zu ersetzen. Im Jahr 1928 wurde die Produktion von PVC in den USA aufgenommen. Deutschland folgte mit BASF in 1930 und 1935 wurde PVC auch von der I.G.Farben produziert. Nach 1945 war PVC bereits der meistproduzierte Kunststoff der Welt, bis er 1948 schließlich Schellack als Ausgangsmaterial für Schallplatten ablöste (Vinylplatten). Aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gehört PVC heute weltweit zu den wichtigsten Kunststoffen. Allein in Europa wurden nach Angaben der PlaticsEurope Market Research Group in 2010 ca. 5 Millionen Tonnen PVC verarbeitet.

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